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“Der Agent”

Der Agent ist unser erster Film. Er basiert auf einer Kurzgeschichte von Daniel Stulgies, die er für unsere Zwecke in ein Drehbuch umschrieb.
Ursprünglich planten wir den Film in einem kleinen realen Raum zu drehen und ihn anschließend in schwarz/weiß umzuwandeln. Allerdings stellten wir bei frühen Testaufnahmen schnell fest, dass die örtliche Räumlichkeit wenig Platz für Kamera und Ausrüstung bot. Wir entschieden uns dann doch für die komplexere Alternative des Greenscreen-Verfahren, wie es zum Beispiel in Filmen wie “Sin City” oder “300” genutzt wurde. Dabei filmt man die Darsteller vor einem großen grünen Stoff, den man in der Nachbearbeitung durch einen beliebigen Hintergrund ersetzen kann. So hatten wir die Möglichkeit, die kompletten Dreharbeiten in unserem Keller durchzuführen.

Wir trafen uns ab November 2008 regelmäßig um über die anstehenden Dreharbeiten zu reden, passende Darsteller zu finden und dem Drehbuch den finalen Schliff zu geben. Die bezaubernde Zini erklärte sich bereit, die Rolle der Anna Burkhardt zu übernehmen. Inka Hammer übernahm die Stimmen der Computereinrichtungen, Patrick wurde für die Rolle des Z-Tec Außenmitarbeiters freiwillig gemeldet und für die Hauptrolle ging an Clemens Frenzel, der sofort dabei war, als er von unserem Kurzfilm hörte.

Mitte Dezember hatten wir also das Drehbuch (welches dann aber noch während den Dreharbeiten immer wieder verändert wurde), die Schauspieler, die nötige Ausrüstung, einen Drehort, eine Vorstellung von den Effekten und den Willen, endlich loszulegen. Es war nur noch das Problem mit der Zeit übrig geblieben. Wann drehen wir? Geplant waren drei Drehtage mit allen Schauspielern. Daniel und ich konnten, beruflich bedingt, nur in den Weihnachtsferien. Zini und Clemens waren dafür in den Weihnachtsferien besonders beschäftigt und konnten nie am selben Tag. Soviel zum Plan.

Im Endeffekt richteten Daniel und ich das Set am 27.12.08 her. Das Set bestand dabei aus einem Greenscreenstoff, mehreren Strahlern und Lampen, um für das nötige Licht zu sorgen, den wenigen Requisiten, die wir benötigten (Stuhl, Klapptisch, etc), der Kamera mit dem Stativ und Schienen und zwei Rechnern zum speichern und live ansehen den Aufnahmen. All dies kann auch in unserer Bildergalerie noch mal angeschaut werden.

Nachdem das Set dann also am 27.12. aufgebaut wurde, drehten wir alle Szenen von Zini am 28.12. Es waren circa sieben Stunden. Am 29. und 30.12.08 drehten wir die Szenen von Clemens und Patrick - etwa 14 Stunden an beiden Tagen zusammengenommen. Auch die Audioaufnahmen von Inka und Daniel nahmen wir an den Drehtagen auf. Ja, es war tatsächlich so, dass sich Zini und Clemens nie begegnet sind, obwohl sie im ganzen Film miteinander reden.

Fertig. Alles im Kasten bzw. auf der Festplatte. Es folgte die Nachbearbeitung. In den folgenden Monaten erstellte ich den 3d Raum, welchen wir als Hintergrund verwenden wollten, machte eine erste Schnittfassung und erstellte einen Teil der Effekte.

Bei einem Treffen zwischen Daniel, Patrick, Clemens und mir stellten wir allerdings fest, dass einige Einstellungen nicht zueinander passten. Das lag natürlich daran, dass sich Zini und Clemens nie gesehen haben, aber den gesamten Film über aufeinander reagieren mussten. Also beschlossen wir einen Nachdrehtag am 11.04.09 einzuschieben. Auch diesem Nachdrehtag waren wir alle noch mal mit vollem Einsatz dabei: Cle hat sogar eine Made gegessen hat, während ihm eine Maus an den Fuß pinkelte - Respekt!

Tage, Wochen und Monate vergehen voller Arbeit. Wir nutzen jede freie Minute um unseren Film dem Ziel näher zu bringen. Mittlerweile gibt es schon eine fast fertige Version. Ich feile noch an den letzten Effekten und dank Daniel haben wir einen sehr fähigen Komponisten, Chesavon, gefunden, der uns einen eigenen Soundtrack kreiert und uns bei den Soundeffekten unterstützt.

Michael, 06.07.09



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